Dammbau


Biber, Konflikte, Schaden, Schadensersatz, Baumfällungen, Dammbau, Überschwemmung, Vernässung
Jahrelang wurde dieser kleine Damm regelmässig und mehrmals jährlich illegal entfernt, obwohl es weder eine Vernässung noch eine Überschwemmung gab

Der Dammbau der Biber führt gelegentlich auch zu Überschwemmungen der anliegenden Wiesen und somit zu weiteren Konflikten.

 

Die Entfernung eines Dammes ist nur mit amtlicher Genehmigung zulässig. Jedoch halten sich viele nicht daran, so wie in dem Beispiel nebenan. Etwa 10 Jahre lang wurde der Damm obwohl es kein einziges Mal zu einer Überschwemmung oder Vernässung kam mehrmals jährlich illegal herausgerissen. Von amtlicher Seite wurde entsprechend ermittelt und aufgeklärt und seitdem ist der Biberdamm nicht mehr entfernt worden.

 

Aber natürlich ist das Entfernen eines Biberdammes nicht die einzige Lösung. Immer häufiger wird deshalb auf Drainagen zurückgegriffen, d.h. es werden Kunststoffrohre in den Biberdamm eingebaut, somit lässt sich ein Kompromiss für alle beteiligten finden. Das Wasser wird entsprechend abgesenkt, Überschwemmungen und Vernässungen werden vermieden und dem Biber wird seine Lebensgrundlage und Lebensraum nicht zerstört. Es sind jedoch auch besondere Maßnahmen zu ergreifen, damit der Biber nicht das Rohr verschließt und somit diese Maßnahme unwirksam macht. Biber sind dabei sehr einfallsreich. Ein Korb der oft mehrere Meter vor dem eigentlichen Damm das Wasser durchleitet hat sich hierbei oft bewährt. Somit kann der Biber das Rohr nicht mehr verschließen und die Drainagemaßnahme bleibt effektiv.

 

Problematisch ist die Entfernung für die Dämme für die Biber deshalb, weil der Wasserpegel entsprechend abfällt, teils einen halben Meter und mehr und somit alle Biberröhren und Biberbaue trocken fallen, d.h. der Eingangsbereich ist nicht mehr unter Wasser, somit nicht mehr geschützt und für den Biber wertlos geworden. Normalerweise beginnt er wieder mit dem sofortigen Aufbau des Dammes und oft wird dieser noch höher als der vorherige, was die Problematik nicht unbedingt einfacher macht.

 

Den Biber wurde ja bei den Elbhochwassern vor ein paar Jahren zur Last ge-legt, dass die Dämme durch Ihre Biberröhren oder anderweitige Grabungen gebrochen wären.

 

Studien hierzu haben allerdings ergeben dass kein einziger der Elbdämme aufgrund des Einwirkens von Bibern gebrochen ist. Eine Rehabilitierung der Tiere, die allerdings in den Medien leider keine Beachtung fand.