Baumfällungen


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Bissmarken eines Bibers an einer Weide

Baumfällungen sind der offensichtlichste Eingriff der Biber auf den ersten Blick in die Natur. Obwohl die meisten Bäume einen Durchmesser kleiner 15cm haben wenn diese gefällt werden, fällen Biber auch Bäume mit bis zu 100cm.

 

Aber die Tiere machen dass nicht aus Spaß sondern lediglich um zu überleben, da diese in den Herbst und Wintermonaten sich ausschließlich von der schwer verdaulichen Rinde, Borke bzw. der schmackhaften Rinde der dünnen Äste sowie den Trieben und Knospen ernähren. Nachdem die Biber nicht auf Bäume klettern können, fällen sie diese eben um an ihre Nahrung zu gelangen, nicht mehr und nicht weniger.

 

Biber kommen nicht über Nacht in ein neues Revier und legen wie häufig in den Medien suggeriert wird einfach mal zahlreiche wertvolle Nadel- und Harthölzer um. Auf den meisten Bildern in den Medien bei denen selbst ernannte Bibergegner vor Bäumen posieren und sich über die Tiere aufregen sind Weiden oder andere Weichhölzer zu sehen und diese unterliegen nicht einmal einer forstwirtschaftlichen Nutzung, so viel zum Thema Polemik.

 

Bei den Gehölzen stehen vor allem Weichgehölze auf dem Speiseplan, bevorzugt Weiden, Äspen und Pappeln. Harthölzer und Nadelhölzer werden normalerweise zur Nahrungs-aufnahme nicht verwertet.

 

Es gibt ein paar einfache Möglichkeiten Bäume und Gehölze vor Bibern zu schützen, aber dazu ist einfach auch Eigeninitiative gefragt. Immer wieder ist zu lesen und zu beobachten das Land- und Forstwirte immer mehr Schadensersatz fordern und von "enormen Schäden" sprechen und den Abschuss von Bibern fordern, aber ist es nicht deren ureigenste Aufgabe sich selbst um Ihren Besitz zu kümmern und diese z.B. durch Anstrichmittel oder Drahthosen vor dem Fällen zu schützen?

 

Die Mittel hierzu werden sogar meist kostenlos von den zuständigen Ämtern zur Verfügung gestellt. Besonders effektiv haben sich auch niedrige Weidezäune erwiesen, welche ohne den Bibern Schaden zu zufügen Schäden effektiv vermeiden.

 

Wie gesagt sprechen wir über einen  geschützten Uferbereich von ca. 10m in dem sich zu mehr wie 90% des Biberlebens abspielen und den unser Landtag als einziges Bundesland bis heute ablehnt!  

 

Wir müssen auch immer wieder feststellen, dass Bäume, von denen keine Gefährdung ausgeht und die auch keiner forstwirtschaftlichen Nutzung unterliegen umgehend und vollständig entfernt werden (sogar im Naturschutz- und FFH Gebiet). Für den Biber ergibt sich dann das Problem, dass seine ganze Arbeit umsonst war und er dadurch "genötigt" ist einen anderen Baum zu fällen. Würde man zumindest einfach die Äste liegen lassen, hätte der Biber den Baum nicht umsonst gefällt und könnte sich davon ernähren bzw. seinen Wintervorrat anlegen. Auch hier könnten durch einfache Maßnahmen, welche sogar mit weniger Aufwand für den Forstwirt verbunden sind ein Kompromiss für beide Seiten erreicht werden!

 

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Hier hat der Biber wieder ganze Arbeit geleistet um im Winter nicht verhungern zu müssen, beim nächsten Windstoss wird der Baum fallen