Geschichte


Biber sind in Europa seit ca. 15 Millionen Jahre heimisch, also schon lange bevor der "Homo Sapiens" in Erscheinung trat. Der europäische Biber lebte flächendeckend in ganz Europa bis er durch die intensive Jagd nahezu vollständig bis auf wenige kleine Populationen z.B. an der Elbe ausgerottet wurde.

 

Sein extrem dichter Pelz, die Tatsache dass er durch die katholische Kirche als "Fisch" erklärt wurde und somit auch in der Fastenzeit gegessen werden konnte, als auch eine Analdrüse mit dem sogenannten Bibergeil, dem heilende und aphrodisierende Wirkungen nachgesagt wurde führten zu der Ausrottung. In Bayern wurde der letzte Biber im Jahre 1867 erlegt.

 

Erst im Jahre 1966 wurden etwa 120 Biber durch Initiative des Bund Naturschutz mit der Zustimmung der amtlichen Behörden im Süden Bayerns wieder angesiedelt. Mittlerweile haben sich die Biber vermehrt, die Zahlen bezüglich der Biberpopulation unterscheiden sich sehr stark, je nachdem wer diese Zahlen veröffentlich. So sind für Bayern Zahlen zwischen 10000-30000 Bibern zu finden, wobei derzeit eine Anzahl von ca. 12000-14000 Tieren wissenschaftlich gesehen als realistisch gilt. Höhere Zahlen werden gerne von Lobbyisten Verbänden und Bibergegnern genannt, sind jedoch nicht belastbar und können als Polemik betrachtet werden.

 

Im Übrigen sind die Biber in Bayern nicht flächendeckend vorhanden, so z.B. in den Alpen und im bayrischen Norden. Deutschlandweit hat sich der Biber erst in 8 Bundesländern wieder angesiedelt.

 

So gibt es einige Wissenschaftler die den Biber auch maßgeblich an der Gestaltung unserer heutigen, vorherrschenden Landschaft beteiligt sehen und diesen selbst einen Beitrag zu den heutigen, fruchtbaren Ackerböden attestieren!