Todesursachen


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Toter Biber der vermutlich durch einen Revierkampf starb und von einem Fuchs "angeschnitten" wurde

Die Todesursachen bei Bibern sind sehr vielfältig. So ist bei den Jungtieren die häufigste Todesursache ertrinken. Gerade im Frühjahr wenn Hochwasser durch Starkregen oder Schneeschmelze einsetzen sind die Jungtiere noch zu schwach selber den Bau tauchend verlassen zu können (zu großer Auftrieb).

 

Wenn es dann die Sippe nicht schafft die Kleinen aus dem Bau in einen speziellen Hochwasserbau zu transportieren, ertrinken viele Jungbiber. Es gibt Jahre in denen ganze Würfe von 3-5 Bibern ertrinken. Weitere natürliche Feinde der Jungbiber sind z. B. Waller, Hecht, Uhu, Seeadler aber auch der Fuchs.

 

Es gibt auch einige Krankheiten und Parasiten denen Biber zum Opfer fallen z.B. Atemwegserkrankungen, Darmerkrankungen, Tuberkulose usw.  In Summe sind das etwa 20-30% der Todesursachen bei Bibern.

 

Der Straßenverkehr ist für weitere 40-50 % der Todesursachen verantwortlich. Die Tiere kommen meist beim Überqueren von Straßen ums Leben.

 

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illegale selbstgebaute Biberfalle in einer Teichanlage

Ein echter Skandal hingegen ist die illegale Nachstellung durch Menschen, z.B. durch Fallen, Schlagfallen, Schlingen, Vergiften und selbstgebaute illegale Fallen. Obwohl jede diese Nachstellungen einen Straftatbestand erfüllt, schreckt das offensichtlich krankhafte Bibergegner nicht davor ab den Tieren illegal nach zu stellen.

 

Untersuchungen zur Folge kommen etwa 10-15% aller Biber durch illegale Nachstellungen ums leben, so viel zum Thema Naturschutz in Bayern!

 

Wenn die Jungtiere sich dann ein neues Revier suchen müssen, durchqueren diese natürlich zwangsläufig auch schon besetzte, fremde Reviere. Die Revierinhaber kämpfen dann um Ihr Überleben und setzen dann auch die Zähne gegen die Eindringlinge ein. Das führt zu üblen Verletzungen, welche sich meist infizieren und die Tiere dann daran sterben. Als Ergebnis sterben etwa 40-60% der zweijährigen Jungtiere alleine durch Verletzungen welche Ihnen andere Biber zugefügt haben.

 

Das heißt der größte natürliche Feind des Bibers ist der Biber selbst! Ein Sachverhalt den niemand wahrhaben möchte, aber eindeutig belegt ist. Wer hier von einer ungehinderten Vermehrung oder Plage bei den Bibern spricht, zeigt lediglich dass er keine Ahnung von der Biologie der Biber hat, denn die Biberpopulation regelt sich selber!

 

So überleben unter den Jungtieren etwa 60-75% die ersten 2-3 Lebensjahre nicht!

 

Auch die Behauptung es würden die großen Raubtiere wie Bären, Wölfe oder Luchse die Biberpopulation regeln ist schlicht und ergreifend falsch. Studien aus Russland und Osteuropa belegen eindeutig dass die dortigen Populationen an großen Raubtieren keinen nennenswerten Einfluss auf die Biberpopulation haben. Vielleicht werden ein paar kranke Biber, welche sowieso demnächst gestorben wären von den großen Beutegreifern erwischt, aber ein Biberburg, Erd- oder Mittelbau entsprechen einer Festung, welche selbst ein Bär nicht zu öffnen vermag und selbst wenn, dann sind die Biber schon längst aus dem Bau tauchend geflohen.

 

Abgesehen davon belegen ja die Beispiele wie Bruno der Bär und die illegalen Nachstellungen in Deutschland bezüglich Wölfen und Luchsen dass diese keine echte Chance in Bayern haben. Ein einziger Wolf verursacht ja schon neurotische Ängste in den Medien und der Bevölkerung, gerne als "Rotkäppchenkomplex" bezeichnet!